Eine jahrtausendealte Technik

Unsere Fruchtfolge für einen gesunden Boden

Den Boden zu schonen ist ein wichtiger Grundsatz unseres täglichen Handelns. Wir geben dem Boden durch unsere vorausschauende Fruchtfolge Zeit, sich zu erholen. Denn ein gesunder Boden ist entscheidend für alles Wachstum. Zudem werden unsere Pflanzen dadurch widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Ackerbau mit Fruchtfolgen wird schon seit mehreren Tausend Jahren betrieben. Wir haben uns für eine fünfgliedrige Fruchtfolge entschieden, also eine Fruchtfolge, die sich über fünf Jahre erstreckt.  In diesem Zeitraum bauen wir hauptsächlich folgende Pflanzenarten an:

  1. Jahr: Luzerne
  2. Jahr: Kartoffeln
  3. Jahr: Winterweizen
  4. Jahr: Möhren oder Zwiebeln
  5. Jahr: Dinkel oder Hafer, Luzerneuntersaat

Zwischen diesen Hauptkulturen bauen wir jeweils Zwischenfrüchte an, um dem Boden wertvolle Nährstoffe und Mineralien zurückzugeben. Dazu pflanzen wir Mischungen aus verschiedenen Pflanzen, darunter Körnerleguminosen, Sonnenblumen, Buchweizen und Ölrettich. In der Gestaltung der Fruchtfolge berücksichtigen wir folgende Prinzipien:

  • Der Wechsel von Sommer- und Winterbau unterdrückt die Unkräuter, die mit der jeweiligen Kultur und deren Aussaatzeit vergesellschaftet sind.
  • Ausreichend lange Pausen bis zum Anbau der gleichen Pflanzenart beugen pflanzenspezifischen Krankheiten und Bodenmüdigkeit vor
  • Humuszehrende Hackfrüchte (Kartoffeln und Gemüse) und intensive Bodenbearbeitung wechseln sich mit humusneutralen Kulturen (Getreide), humusmehrenden Pflanzen (Luzerne) und längerer Bodenruhe ab
  • Stickstoffsammelnde Pflanzen (Leguminosen) stellen die hohen Ansprüche von Kartoffeln und Weizen sicher, Pflanzen, die weniger Ansprüche an die Bodenqualität haben, sogenannte Mittel- und Schwachzehrer, folgen in der Fruchtfolge.
  • Hackfruchtanbau mit konkurrenzschwachen Arten fördert Wurzelunkräuter, besonders die Distel. Stark wachsende Luzernebestände können die Distel wieder verschwinden lassen.